BACKSTEINHISTORISMUS
ARCHITEKTUREPOCHE ODER STILSüNDE?

Mit dieser Ausstellung „Backsteinhistorismus. Architekturepoche oder Stilsünde?“ widmet sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) dem ureigenen Thema seines Industriemuseums in Lage: dem Ziegel als Baustoff. Zahlreiche Fotografien zeigen, wie der Historismus über Jahrzehnte das Bild der Städte geprägt hat. Ziegelexponate verdeutlichen den Formenreichtum in der Architektur dieser Zeit. Porzellangeschirre, Vasen, Gläser, Skulpturen und eine Monstranz zeugen von der überbordenden Ornamentik der Gestalter des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule OWL. Die Studierenden des Fachbereichs Architektur und Innenarchitektur bauten im Rahmen eines Seminars bei Professor Karl-Manfred Rennertz Modelle und Kopien von Elementen historistischer Bauten in Detmold nach, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Im aktuellen Themenjahr des LWL-Industriemuseums zur Frage, „Alles nur geklaut?“, rückt am Museumsstandort in Lage der Historismus in den Blick. „Die Architekturkritik sah im Historismus lange Zeit keine eigene Stilrichtung. Bereits im 19. Jahrhundert, aber vor allem mit der aufkommenden Moderne, und schließlich bis in die 1980er Jahre wurde ihm nachgesagt, nur rückwärtsgewandt gewesen zu sein und keine eigene Originalität entwickelt zu haben. Dass dies definitiv nicht der Fall ist, zeigen wir in unserer Ausstellung“, sagte Dirk Zache, Direktor des LWL-Industriemuseums. „Bemerkenswert ist dabei, dass es heute gerade diese stuckverzierten Gebäude des 19.Jahrhunderts sind, die als besonders attraktive Wohngegenden in unseren Städten gelten.“

DATUM / ZEIT

28.04.2019 bis 29.09.2019

ORT

LWL-Industriemuseum Ziegeleimuseum
Sprikernheide 77
32791 Lage
Tel.: 05232 / 94 90-0

VERANSTALTER

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Sprikernheide 77
32791 Lage