Herzlich willkommen!

Der Kulturführer OSTWESTFALEN-LIPPE bietet eine Auswahl von Theater- und Konzertveranstaltungen sowie der Ausstellungen in der Region an.
Mit diesem Dienst erleichtert er seinen Nutzern die aufwendige Suche in den verschiedenen Websites. Unter kulturfuehrer-owl.de finden Sie fast alles, was sich in den Theatern, Konzerthäusern und Museen abspielt. Das Angebot wird kontinuierlich aktualisiert.

Ein Terminkalender enthält – fokussiert auf den regionalen Schwerpunkt des Kulturführers OSTWESTFALEN-LIPPE – Aufführungen der Theater- und Konzertveranstalter sowie Veranstaltungen der Museen.

Eine einfache selbsterklärende Suche führt rasch zu dem gewünschten Ergebnis. Probieren Sie es aus!

Weiterhin viel Vergnügen mit www.kulturfuehrer-owl.de!

Die Oppelts haben ihr Haus verkauft
Premiere 6. September 2014 | 19:30 Uhr
TamDrei
URAUFFÜHRUNG
29.08.2014 - 20:19
Laura Ambrosia Gudmund hat die Gabe, Menschen durch ihren Blick glücklich zu machen, sie zu verändern, sagt Christian Schlüter, der Regisseur. In ihren spiritistischen Sitzungen finden die Teilnehmer zu sich selbst, erfahren Glück und ihre Gedanken klären sich. Peter, ihr Sohn, sagt „Ihr Blick hat friedenstiftenden Charakter“, und er vermarktet Laura Ambrosia.

Die neuen Nachbarn Pia und Tom sind nach Laura Ambrosias Definition „Spirifitäre“, Menschen die ein spirituelles Defizit haben. Pias Lebensplan, den sie stringent verfolgt, sieht Sicherheit und einen gewissen Wohlstand vor. In den USA lebte sie mit Ted, als der seinen Job verlor, war die Sicherheit passé -und damit auch der Versager Ted. Glücklicherweise hat Ted einen Zwillingsbruder - Tom – dem sich Pia der Einfachheit halber zuwendet, ohne allerdings das Glück zu finden, dass ihr Lebensplan vorsieht. Erfreulich, dass es die esoterische Laura Ambrosia gibt. Zunächst entwickelt sich alles positiv. In der nächsten Phase der spirituellen Entwicklung plant Laura Kontinuumssprünge, „aus der Zeit in eine andere Wirklichkeit zu fallen“. Das macht das Leben der Spirifitäre nicht einfacher.

Christian Schlüter inszeniert das Stück von David Gieselmann, dessen Uraufführung wir in Bielefeld erleben dürfen.
Auf der Bühne Doreen Nixdorf als Laura Ambrosia Gudmund, Guido Wachter als Peter Gudmund, ihr Sohn, Katharina Stolzenbacher als Pia und Thomas Wehling als Ted und Tom die Zwillingsbrüder.

Bild: oben Der Autor David Gieselmann © privat darunter der Regiseur Christian Schlüter © Jürgen Lindemann
60 Jahre dko28.08.2014 - 18:27
Das Detmolder Kammerorchester (dko) wird sechzig.
Und, so verspricht Christian Weyert, Vorsitzender des Vereins, man darf staunen, wie jung und rege der Klangkörper mit sechzig noch ist!
Die Saison beginnt mit dem Jubiläumskonzert am 14. Oktober siehe im Terminkalender, das die ehemaligen künstlerischen Leiter des dko Christoph Poppen und Eckehard Fischer als Ehrengäste solistisch und im Dirigat mitgestalten werden.
Der Mahlerzyklus der vergangenen Saison wird am 25. November mit der 4. Sinfonie, in der Bearbeitung für Kammerensemble fortgesetzt. Ebenfalls zu hören sind Arnold Schönbergs „Sechs Orchesterlieder“ vorgetragen von der Sopranistin Catalina Bertucci.
International gefeierte Solisten holt das dko im 3. und 4. Abonnementkonzert nach Detmold. Der Cellist Guido Schiefen bringt die „Rokoko-Variationen“ von Tschaikowsky und von Jean Francaix die „Variations de concert“ zu Gehör, gefolgt von dem Bratscher und Dirigenten Maxim Rysanov, der die Gäste des dko in diesem Jahr bereits einmal begeistert hat.
Die letzten Abokonzerte werden von den „Jungen Solisten“ und dem vielleicht krönenden Abschluss mit Alfredo Perl als Dirigenten und Klaviersolisten bestritten – und natürlich dem dko. Zu den Konzerten des dko findet man weitere Informationen in dem ausführlichen Programmheft und natürlich im Terminkalender, einfach dko eingeben.
Musikvermittlung sieht das dko seine längerem als Aufgabe. Unter dem Titel hin.durch.hören@dko wird am 9. November 2014 ein neues Konzertformat, das in Zusammenarbeit mit dem neuen „Zentrum für schulpraktischeLehrerausbildung Detmold“ und der Kompositionsklasse Prof. Dr. Lévy, HfM Detmold und dem dko entwickelt wurde, in der Aula des Grabbe-Gymnasiums, Detmold, aufgeführt.
Die „Werkstattkonzerte im dko-Probenraum“ werden dank des Interesses des Publikums weiter fortgeführt. Hier präsentieren sich in loser Folge junge, begabte Mitglieder des dko in kammermusikalischen Formationen. Über den musikalischen Genuss hinaus biete sich den Interessierten in der „fast privaten“ Atmosphäre, die Möglichkeit zum Gespräch mit den Musikern. Über die Termine der nächsten Werkstattkonzerte informiert ein Newsletter und natürlich auch der Terminkalender. Anmelden zum Newsletter kann man sich unter info@detmolder-kammerorchster.de.
Die Bedeutung des dko wird auch dadurch deutlich, so Alfredo Perl, dass das dko in dieser Saison für das Eröffnungskonzert „VOICES internationales Stimmenfestival“, Kulturgut Holzhausen, Nieheim, eingeladen wurde. Ein weiteres Gastspiel findet noch im November 2014 in Bremen, im Sendesaal von Radio Bremen statt. Dies ist durch die langjährigen Kontakte von Alfredo Perl möglich geworden. Weiteren Gastspielen außerhalb der heimischen Region oder Gastspielreisen steht man offen gegenüber.
Dunkle Wolken sieht man heraufziehen, die Förderung ist nach 2015 ungewiss. Man hofft aber, dass noch ein Konsens gefunden wird und das dko auch über 2015 hinaus aktiv sein wird zur Freude seiner Besucher.
Freuen wir uns also auf eine genussreiche Jubiläums-Konzertsaison 2014 mit dem dko.

Bild: v.r.n.l Prof. Alfredo Perl, Christian Weyert, Venezia Fröscher, Heinz-Fr. Schierenberg, Dr. Elisabeth Schlossstein, Dr. Ulrich Bender © Jürgen Lindemann
Der Besuch der alten Dame
Premiere: 5. September 2014 | 20:00 Uhr
Stadttheater Bielefeld
27.08.2014 - 10:58
Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ wurde 1956 uraufgeführt – ein Welterfolg, der nun in Bielefeld von Mareike Mikat inszeniert wird.
In der tragischen Komödie geht es um Liebe, Verrat, Schuld, Rache und die Macht des Geldes.
Die Milliardärin Claire Zachnassian besucht Güllen, eine Kleinstadt in der Provinz. Die ruinierte Stadt ist begeistert von diesem Besuch und erhofft sich Investitionen.
Dort verliebte sich einst ein Mädchen, Klara Wäscher, es wird von dem Geliebten, Alfred Ill, schwanger. Der verleugnet diese Liebe und mit Hilfe bestochener Zeugen auch sein Kind in einem Vaterschaftsprozess. Entehrt musste Klara Wäscher die Heimat verlassen, sie verlor das Kind, wurde zur Prostituierten. Durch die Heirat mit einem Ölbaron gelang ihr der wirtschaftliche und soziale Aufstieg. Alfred Ill ist inzwischen ein angesehener Bürger von Güllen. In dieser Aufbruchstimmung bietet Claire Zachnassian der Stadt viel Geld, eine Milliarde, die eine Hälfte für die Stadtkasse, die andere aufgeteilt auf die Einwohner von Güllen. Die Bedingung: Alfred Ill soll sterben. Was von der Stadt natürlich abgelehnt wird. Allerdings lebt man über die Verhältnisse, hofft auf die Milliarde und Ill muss um sein Leben fürchten.
Anders als bei Dürrenmatt kommt Claire Zachnassian bereits nach zwanzig Jahren nach Güllen zurück, um sich an dem schuldigen Alfred Ill zu rächen. Der Niedergang Güllens war ihr Werk, ihr gehört die Stadt.
Mareike Mikat bringt das zeitlose Thema in unsere Zeit, sie verkürzt die Zeitspanne bis zur Rückkehr Claire Zachnassians von fünfundvierzig auf zwanzig Jahre. Damit ist die alte Dame gar nicht alt. Der politisch ambitionierte Bürgermeister ist ein alleinerziehender Vater, der sein Kind im Wickeltuch vor sich herträgt, Alfred Ill ein Mann in den besten Jahren, der davon ausgeht, dass seine Freunde zu ihm halten und er noch einmal davon kommt.
In Dürrenmatts Fassung hat Claire Zachnassian bereits ein Mausoleum auf Capri errichten lassen, wohin sie den Leichnam Ills mitnimmt – in einem eigens mitgebrachten Sarg.

Bild: Christina Huckel ist Claire Zachanassian © P. Ottendörfer