Herzlich willkommen!

Der Kulturführer OSTWESTFALEN-LIPPE bietet eine Auswahl von Theater- und Konzertveranstaltungen sowie der Ausstellungen in der Region an.
Mit diesem Dienst erleichtert er seinen Nutzern die aufwendige Suche in den verschiedenen Websites. Unter kulturfuehrer-owl.de finden Sie fast alles, was sich in den Theatern, Konzerthäusern und Museen abspielt. Das Angebot wird kontinuierlich aktualisiert.

Ein Terminkalender enthält – fokussiert auf den regionalen Schwerpunkt des Kulturführers OSTWESTFALEN-LIPPE – Aufführungen der Theater- und Konzertveranstalter sowie Veranstaltungen der Museen.

Eine einfache selbsterklärende Suche führt rasch zu dem gewünschten Ergebnis. Probieren Sie es aus!

Weiterhin viel Vergnügen mit www.kulturfuehrer-owl.de!

Statistin für Tannhäuser gesucht27.03.2015 - 14:00
Das Theater Bielefeld sucht für die Opern-Produktion Tannhäuser von Richard Wagner (Premiere: 31.05.2015) eine weibliche Statistin mit ostasiatischem Aussehen und einem Spielalter von 35 – 55 Jahren.
Bühnenkenntnisse sind nicht erforderlich. Vorausgesetzt werden Spielbereitschaft, Zuverlässigkeit und keine Angst von großem Publikum.
Bewerbungen mit Foto können bis zum 04.04. an theaterbielefeld_statisterie@gmx.de gerichtet werden.
Whatness
Esther Kläs | Johannes Wald
28. März bis 21. Juni 2015
Eröffnung 27. März 2015
Kunsthalle Bielefeld
27.03.2015 - 10:34
Whatness - „Was-heit“ bedeutet die Übertragung des von James Joyce geprägten Begriffes. Der Begriff übersetzt die Quidditas der scholastischen Philosophie Thomas von Aquins ins Englische. Es geht um das Sosein eines Dings, sein Wesen, im Unterschied zum Dasein eines Objekts. Ein Gegenstand wird daraufhin befragt, was er ist.
Ester Kläs und Johannes Wald haben in den letzten Tagen ihre Objekte in der Kunsthalle Bielefeld positioniert und so eine einmalige Ausstellung geschaffen. Sie hat weder einen bestimmten Anfang noch ein definiertes Ende, aber alle Objekte stehen in Beziehung, im Dialog zueinander. Dem Besucher bleibt es überlassen, sich die Werke in der gemeinsamen Präsentation zu erschließen. „Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, so sagt man. Das trifft auch hier zu. Dr. Friedrich Meschede, Direktor der Kunsthalle Bielefeld und Kurator dieser Ausstellung, sieht bei den beiden jungen Künstlern ganz eigene zukunftsweisende Tendenzen für die zeitgenössische Kunst.
Die Werke der Künstler bewegen sich auf eigene Weise zwischen figurativen Motiven und Abstraktion, einem Spiel aus Form und Material sowie der Verweigerung einer Lesbarkeit der Objekte. Sie offenbaren sich dem Betrachter erst in der aktiven Teilnahme und einem unbestimmten Vorstellungsraum: „Schönheit (...) wird durch die Imagination erkannt“, sagt Joyce.
Die Künstlerin Esther Kläs, Jahrgang 1981, wird immer wieder als „geborene Bildhauerin“ bezeichnet. Obwohl ihre Skulpturen weitgehend abstrakt sind, evozieren sie anthropomorphe Körperlichkeiten oder antike rituelle Stätten. Sie strahlen Würde und Persönlichkeit aus und entwickeln eine betörende Selbstverständlichkeit im Raum. Dabei bewegen sie sich irgendwo zwischen mysteriöser Präsenz und Projektionen poetischer Imagination. Die enge Verbindung der Werke zur schaffenden Künstlerin bleibt dabei stets gegenwärtig. Esther Kläs betont die Gemachtheit ihrer Skulpturen, indem sie die Spuren ihrer körperlichen Arbeit an dem Material bestehen lässt. Der Charme des Improvisierten gehört ebenso zur Wirkung ihrer Werke wie hin und wieder eine Neigung zum Absurden.
Johannes Wald, Jahrgang 1980, formuliert Fragen an die Skulptur. Primär bildhauerische Qualitäten wie Haptik, Materialität und Dreidimensionalität sind für Wald nur zweitrangig. Sein Hauptinteresse gilt der Offenlegung von Bedingungen, Herstellungsverfahren sowie für die Transformationsprozesse von der Idee ins Material. Auf der Suche nach der vollendeten Skulptur und einem Selbstverständnis als Bildhauer geht er verschiedene Wege der Annäherung. In „studying the greeks’ grace“ setzt er sich mit der Schrift „Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst“ des Archäologen und Kunstschriftstellers Johann Joachim Winckelmann aus dem Jahr 1755 auseinander, in der dieser die Skulptur der Griechen als die vollkommenste bezeichnet und seinen Zeitgenossen deren Nachahmung empfiehlt. Johannes Wald setzt diesen Ratschlag über 250 Jahre später in eigenen Arbeiten um. Das Ergebnis ist jedoch keine modellierte Skulptur, sondern verweist im Medium der Fotografie auf die Innerlichkeit der persönlichen Erfahrung von Grazie und den Vorstellungsraum einer wunderschönen Figur.
Während eines Galery-Checks in New York fand Meschede „Wenn du gehst“, ein Werk (siehe auch Bild) von Esther Kläs. Das Werk beeindruckte ihn, der Galerist Peter Blum brachte beide zusammen. Der erste Schritt zu dieser Ausstellung und zu einer Neuerwerbung der Kunsthalle Bielefeld. Wie Meschede durchblicken ließ, kommt „Wenn du gehst“ nach Bielefeld.

Die Ausstellung wird unterstützt von der Kunststiftung NRW und der Kulturstiftung Pro Bielefeld.

Bilder: Esther Kläs | All sites 2013 | Beton, Pigment, Seil, Stahl | 297,5 x 203,5 x 193 cm | Xavier Hufkens, Brüssel
Dr. Friedrich Meschede neben „Wenn du gehst“ von Esther Kläs | Beton, Pigmente, Räder | 63 x 47 x 49,5 cm
Johannes Wald | ohne Titel (in the shade of absence) 2013 | Blei, Stein | Maße variabel | Privatsammlung Mannheim
Die Ratten | Gerhard Hauptmann
Premiere | 27. März 2015
Theater am Alten Markt, Bielefeld
26.03.2015 - 10:18
„Die Ratten“ wurde 1911 (Lessing-Theater, Berlin) uraufgeführt. Hauptmann siedelt seine Geschichte in einer ehemaligen Kaserne an, in der sozial schwache einquartiert sind. Sébastien Jacobis Inszenierung spielt in einem Berliner Mietshaus. Unter den Bewohnern spielt sich ein Drama ab. Mord, Selbstmord, Kinderhandel, Nötigung und anderes mehr. Jacobi sieht die Ratten als großes Stück „durchaus vergleichbar mit Shakespeare“.
In dem Mietshaus, bei Hauptmann wird es auch „Wanzenburg“ genannt, treffen sich die sozial schwachen, gescheiterten der Gesellschaft, mit ihren Wünschen und Träumen und mit ihren Ängsten. Aus diesem Gemisch entwickelte Gerhard Hauptmann seine Tragikomödie.
Christoph Iacono vertonte für die Bielefelder Aufführung Gedichte von Hauptmann, die hier uraufgeführt werden.
Neben den Schauspielern ist ein dreißigköpfiger Laien-Chor auf der Bühne des Theaters am Alten Markt.

Auf der Bühne: Georg Böhm, Isabell Giebeler, Lukas Graser, Christoph Iacono, Janco Lamprecht, Nicole Lippold, Felicia Spielberger, Doreen Nixdorf, Judith Patzelt, Anton Pleva, Carmen Priego, Thomas Wehling.

Bild: Felicia Spielberger, Anton Pleva, Lukas Graser, Doreen Nixdorf; hinten: Thomas Wehling, Janco Lamprecht © Philipp Ottendörfer
Der Hundertjährige, der aus dem Fester stieg und verschwand | Jonas Jonasson
Premiere | 2. April 2015 | 20:00 Uhr
Stadttheater Bielefeld
22.03.2015 - 19:42
Da wird einer hundert Jahre alt und hat keine Lust, sich feiern zu lassen. Der kürzeste Weg aus der Klemme, führt durch das Fenster ...
Am 2. April 2015 kommt die Geschichte auf die Bühne des Stadttheaters in Bielefeld. Michael Heicks hat sich der Schelmengeschichte angenommen, mit großer Freude, wir er sagt. Allan Karlsson büxt also aus und gerät ohne großes eigenes Verschulden in eine skurrile Geschichte, die der überbordenden Fantasie des Jonas Jonasson entspringt. Er gerät in den Besitz von 5 Millionen Kronen, lernt Julius Jonsson kennen, lässt den eigentlichen Besitzer des Drogenvermögens versehentlich erfrieren - wie soll man auch wissen, das sich hinter der stabilen Tür ein Kühlraum befindet - später trifft er Gunilla „die schöne Frau“ und Sonja, die Elefantendame, sowie weitere Helden des täglichen Lebens. Ganz nebenbei erfahren wir wahre Geschichten aus dem äußerst bewegten Leben von Allan Karlsson, in dem Herbert Einstein - der Bruder von Albert, Francisco Franco (Spanien), Josef Stalin (UDSSR), Harry S. Truman (USA) und andere Weltenlenker eine Rolle spielten.
Heicks siedelt die Schelmengeschichte zwischen Krimi, Satire und Comedy an. Die Fassung des Altonaer Theaters wurde auf die Gegebenheiten des Stadttheaters Bielefeld umgeschrieben. Erzählt wird die Geschichte in „unendlich vielen Bildern“, unter anderem auch im Stil eines Puppentheaters, und in zweieinhalb Stunden.
Sonja, die lebensgroße Elefantendame, die Teile der Handlung bestimmt, stellt eine besondere Herausforderung für Timo Dentler und Okarina Peter (Bühne und Kostüm) dar. Mehr als 6 Millionen mal wurde Jonas Jonassons Buch weltweit verkauft, seit es 2009 erschien. Lob und Begeisterung löste es aus.
Dem Roman ist eine Widmung an Jonassons Großvater voran gestellt, an die erinnert die Dramaturgin Franziska Betz: Wenn jemand nur die Wahrheit erzählt, ist es die Zeit nicht wert, die man ihm zuhört.

Auf der Bühne: Jakob Walser (Allan Karlsson), Guido Schikore (der junge Allan Karlsson / Bolzen), Arne Lenk (Julius), Thomas Wolff (Benny), Guido Wachter (Kommissar), Oliver Baierl (Bosse / Humpen), Stefan Imholz (Staatsanwalt / Schalterbeamter), Omar El-Saidi (Gerdin - Piranha), Christina Huckle (Gunilla - schöne Frau), Christopher Schleiff (Sonja - Elefant).

Bild: Jakob Walser (Allan Karlsson) © Philipp Ottendörfer