FRANZ SCHUBERT
DIE WINTERREISE
Mit der »Winterreise« vertonte Franz Schubert 1827, ein Jahr vor seinem Tod, den wohl bekanntesten Liederzyklus der Romantik, dessen zentrales Thema die Reise eines Wanderers,
eines Künstlers zu sich selbst ist: In einem Dorf verliebt sich dieser und beginnt dabei den Kontrast der Geborgenheit des bürgerlichen Daseins und seines Künstlertums zu spüren.
Der Liebesverlust potenziert seine Hingabe an die Kunst, aber auch seine Einsamkeit.
Wilhelm Müller, der Dichter der »Winterreise«, wurde zu Unrecht als minderwertiger Lyriker belächelte. Er verlieh in seinen Texten neben dem Künstlerleid auch der Enttäuschung
einer Gesellschaft zwischen Befreiungskrieg und Restauration Ausdruck. Damit gab er den Texten zudem eine politische Dimension.
Ein Pianist, ein Sänger und das Ballettensemble werden sich über Poesie, Gesang und Körpersprache in einer assoziativen Bildfolge dem Seelenzustand des Wandernden in einem erstarrten
Umfeld nähern: Ein Tanzabend von hoher Expressivität.
PREMIERE: 6. OKTOBER 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
