GIOACCHINO ROSSINI
DER BARBIER VON SEVILLA
Ein ganzes Arsenal listiger Tricks hat Figaro – laut eigener Aussage das Faktotum der Stadt – in petto, damit der verliebte Graf Almaviva Rosina dem unsympathischen
Dr. Bartolo ausspannen kann. Mag der Advokat in den besten Jahren sein reiches Mündel noch so mit Argusaugen bewachen: Es nützt ihm nichts. Am Ende, wie so oft in der Komödie,
ist alle Vorsicht umsonst. Der ausgebuffte Figaro versalzt dem angejahrten Lüstling die Suppe.>> mehr
Mit dem Würzen kannte sich Rossini aus wie kein anderer – ein Alleskönner bei Gaumenfreuden und gepfefferten Koloraturen, und eine seiner genialen Kreationen tischte er
im Februar 1816 in Rom erstmals auf – den Barbier von Sevilla.<< ausblenden
WIEDERAUFNAHME: 21. AUGUST 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
RICHARD WAGNER
GÖTTERDÄMMERUNG
Der dritte Tag der »Ring«-Tetralogie schildert den Tod Siegfrieds, den Untergang der Götter und die Erlösung vom Ring und von seinem Fluch.
Siegfried hat im Kampf mit dem Drachen den Ring errungen, weiß allerdings nichts von seiner Macht. Alberichs Sohn Hagen hingegen kennt diese und spinnt im Auftrag
Alberichs seine Ränke, um in den Besitz des Ringes zu gelangen.>> mehr
Er gibt Siegfried einen Trank, der ihn Brünnhilde vergessen lässt. Tief gekränkt verbündet sich diese
mit Hagen, um Siegfried zu töten. Erst nach dem Mord begreift Brünnhilde, dass sie von Hagen benutzt wurde.
Doch Brünnhilde durchkreuzt Hagens Pläne, nimmt den Ring an sich und gibt den Rheintöchtern das Gold zurück. Am Ende sieht man Walhall in Flammen: das Ende der Götter ist gekommen.
Ein Stück um Machtzuwachs und Machterhalt und den Preis, den der Mensch dafür zu zahlen hat: den Verlust der Liebe.<< ausblenden
PREMIERE: 12. SEPTEMBER 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
RICHARD WAGNER
DAS RHEINGOLD
In Rheingold, dem Vorabend der Tetralogie, exponiert Wagner die schicksalhaften Verstrickungen und grundlegenden Konflikte im großen parabelhaften Welttheater vom Ring des Nibelungen,
die Auseinandersetzung um Liebe, Raub und Betrug, es entspinnt sich der Kampf um die Welt-Herrschaft, der den Untergang des Göttergeschlechtes nach sich ziehen wird.
In der Tiefe des Rheins liegt das Gold, Symbol der natürlichen Ordnung der Welt, bewacht von den Rheintöchtern.>> mehr
»Nur wer der Minne Macht versagt, nur wer der Liebe Lust verjagt,
nur der erzielt sich den Zauber, zum Reif zu zwingen das Gold.« Doch Alberich, Herr der Nibelungen, schwört der Liebe ab. Er entreißt den Rheintöchtern das Gold, um daraus jenen
Ring zu schmieden, der maßlose Macht verleiht. So wird er für die Götter zur Gefahr. Besonders für Wotan, der die für den Bau der Götterburg Walhall bei den Riesen Fafner und Fasolt
verpfändete Freia mit dem Gold auszulösen trachtet. Gemeinsam mit dem Feuergott Loge entreißt er Alberich durch List und Gewalt den Ring. Aber dieser belegt das Gold mit einem Fluch:
Fortan bringt der Besitz des Ringes zugleich Macht und Tod.<< ausblenden
PREMIERE: 3. OKTOBER 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
RICHARD WAGNER
SIEGFRIED
Siegfried – Sieglindes und Siegmunds Sohn – wird von Alberichs Bruder, dem zwergenhaften Mimen, argwöhnisch und ohne Liebe aufgezogen. Mimes Kalkül, dem furchtlosen Hünen zu gebieten,
geht nicht auf. Der schmiedet Nothung, die Wunderwaffe, für sich und erobert im Kampf mit Fafner, der als Drache den Ring bewacht, den fluchbeladenen Schatz. Doch auch Wotan kann den Helden
nicht zum Werkzeug seiner Pläne machen. Siegfried missachtet Wotan, seine Ansprüche und sein Vertragswerk.>> mehr
Wotan muss einsehen, dass die Welt-und Götterordnung nach seinen Gesetzen nicht
mehr zu bewahren ist. In der leidenschaftlichen Begegnung Siegfrieds mit Brünnhilde schließlich finden zwei Naturen von einzigartiger Bestimmung zueinander.
Richard Wagner kreiert in »Siegfried« aus unterschiedlichen Mythen und Märchen eine ureigene Erzählung: Die Motive des jungen Drachentöters und des die Jungfrau wachküssenden Prinzen
verschmelzen mit der Geschichte vom Knaben, der auszieht, das Fürchten zu lernen.<< ausblenden
PREMIERE: 7. OKTOBER 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
LÉON JESSEL
SCHWARZWALDMÄDEL
Einige Berliner Touristen, die Wanderburschen Hans und Richard, das kapriziöse Fräulein Malwine von Hainau, der Ur-Berliner Schmusheim bringen Wirbel in die Idylle des
Schwarzwaldortes St. Georg, wo gerade das traditionelle Cäcilienfest gefeiert wird. Malwine versucht Hans eifersüchtig zu machen, indem sie mit Richard flirtet,
Hans findet das Schwarzwaldmädel Bärbele entzückend und Domkapellmeister Blasius Römer reagiert eifersüchtig, denn er will Bärbele heiraten.>> mehr
Auf dem Volksfest münden
alle Liebeswirren zusammen mit der bevorstehenden Bürgermeisterwahl in eine fulminante Rauferei. Zum Schluss werden Hans und Bärbele ein Paar, und Blasius Römer sieht ein,
dass Jugend zu Jugend gehört.
Léon Jessels 1917 uraufgeführte Operette konnte sich mit einer Fülle beliebter Melodien wie »Wir sind auf der Walz«, »Erklingen zum Tanz die Geigen« und »Mädel aus dem schwarzen Wald«
bis heute als eines der beliebtesten Werke des Genres im Repertoire behaupten.<< ausblenden
PREMIERE: 30. OKTOBER 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
LUDWIG VAN BEETHOVEN
FIDELIO
Florestan wird von seinem Todfeind, dem Gouverneur Pizarro, in geheimer Isolationshaft in einem Staatsgefängnis gefangen gehalten. Auf die Hilfe der Behörden kann seine Frau Leonore nicht setzen. Also entschließt sie sich zu einer tollkühnen Befreiungsaktion auf eigenes Risiko.>> mehr Als Mann verkleidet und unter dem Tarnnamen Fidelio lässt sie sich beim Wachdienst der Haftanstalt anwerben und erwirbt sich das Vertrauen des Schließers Rocco. Doch es ist Eile geboten: Eine außer-planmäßige Inspektion des Gefängnisses droht, und Pizzaro plant die Ermordung Florestans.<< ausblenden
PREMIERE: 6. NOVEMBER 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
JULE STYNE
SUGAR – MANCHE MÖGEN'S HEIß
Wenn man keine Arbeit hat und auch noch Pech, dann hilft einem nur ein waghalsiger Trick. Die Musiker Joe und Jerry sind nicht nur auf Stellensuche, sondern zudem auf der Flucht
vor Gangstern, da sie unfreiwillig Zeugen eines Mafiamordes wurden. Da kommt das Angebot einer Band wie gerufen: Mitspieler, jung, musikalisch und weiblich, gesucht.>> mehr
Verkleidet als Josephine und Daphne gehen sie mit der Damencombo auf Tournee. Gerettet, würde man meinen! Aber nicht allein der Kampf mit Brustattrappe, Haarwuchs und
Stöckelschuhen bringt permanent Probleme. Die Frontfrau der Band, Sugar Kane, ist zudem ein solcher Feger, dass es Joe und Jerry bald verdammt schwer fällt, ihr wahres
Geschlecht zu verbergen. Und dann tauchen auch schon wieder Mafiaboss Spats Palazzo und seine Gang auf …<< ausblenden
PREMIERE: 25. NOVEMBER 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
WOLFGANG AMADEUS MOZART
DIE ZAUBERFLÖTE
In einer symbolträchtigen Märchenwelt erzählt »Die Zauberflöte« von den Mächten des Lichts und der Dunkelheit, von hoffenden und bangenden Männern und Frauen, von Angst und Tapferkeit, von Hoffnung und Erfüllung, von der Kraft der Musik und vor allem von der Liebe. Im Mittelpunkt steht die Suche des Prinzen Tamino nach Pamina, der Tochter der Königin der Nacht, die sich im Reiche Sarastros aufhält.>> mehr Immer wieder ermutigt von den drei Knaben und der machtvollen Zauberflöte beschreitet Tamino einen mühsamen Weg, der ihn vom körperlosen »Bildnis« einer noch fernen, idealisierten Frau, die er bewundert, zur existentiellen Begegnung mit ihr führt, bis beide erfolgreich zusammen »durch Feuer und Wasser gehen«.<< ausblenden
PREMIERE: 11. DEZEMBER 2009
LANDESTHEATER DETMOLD
TOM WAITS
THE BLACK RIDER
Um Käthchen heiraten zu können, muss Wilhelm die Bedingungen ihres Vaters erfüllen. Der verlangt einen Schwiegersohn, der mit dem Gewehr umzugehen versteht. Wilhelm ist durchaus willens, allein seine Fähigkeiten mit Pulver und Blei sind äußerst begrenzt. In seiner Not geht er einen Pakt mit dem Teufel ein.>> mehr Dieser stellt ihm Freikugeln zur Verfügung, die unfehlbar sind -– bis eben auf jene eine, die sich der Teufel für ein Ziel seiner Wahl vorbehält. Auf diese Art schieß- und treffsicher geworden, wird Wilhelm als Schwiegersohn akzeptiert. Der Tag des Probeschusses naht, das Unvermeidliche passiert, der Teufel triumphiert, denn eine Kugel gehört ihm: mit dem Probeschuss erschießt der Bräutigam die Braut.<< ausblenden
PREMIERE: 29. JANUAR 2010
LANDESTHEATER DETMOLD