ARNE SCHMITT | REINHART KOSELLECK UND DAS BILD
AUSSTELLUNGEN
BIELEFELDER KUNSTVEREIN IM WALDHOF

Eröffnung: 20. April, 19 Uhr

Arne Schmitts
Arne Schmitts künstlerisch-fotografisches Interesse gilt dem öffentlichen Raum, insbesondere dem architektonischen Körper und Städtebau. Mit bildnerischen Mitteln untersucht er den ideologischen Gehalt des Wiederaufbaus der Nachkriegsjahre in Deutschland, die strukturelle Organisation neuer urbaner Lebensräume sowie die heutige Situation und Materialität westdeutscher Architektur.
Aktuell interessiert Schmitt auch, welchen sozioökonomischen Einfluss große Konzerne wie Gerling oder BASF auf ihr städtisches Umfeld genommen haben. Wesentlicher Bestandteil seiner umfangreichen Serien sind neben eigenen Fotografien auch eigens verfasste Texte und Reproduktionen spezifischer historischer Publikationen, die in einem komplexen Montage- und Auswahlprozess einander gegenübergestellt werden. Im Fokus von Schmitts erster institutioneller Einzelausstellung im Bielefelder Kunstverein wird unter anderem eine Werkgruppe stehen, die sich mit dem Abbau, dem Handel und der kulturellen Bedeutung von Basalt beschäftigt.
Arne Schmitt, geboren 1984 in Mayen, lebt und arbeitet in Köln. Ihm wurden in der Vergangenheit Einzelausstellungen gewidmet, zuletzt u.a. in der Galerie Jacky Strenz in Frankfurt (2017), in der Galerie K in Bremen (2016) und im Sprengel Museum Hannover (2012). Schmitt hat an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter bei der Biennale für aktuelle Fotografie in Mannheim (2017), im Museum Abteiberg in Mönchengladbach (2016) und beim Förderpreis der Wüstenrot Stiftung in Essen (2015).

Reinhart Koselleck und das Bild
Reinhart Koselleck zählt zu den wichtigsten deutschen Historikern des 20. Jahrhunderts. Er lehrte von 1973 bis 1988 an der Universität Bielefeld. Bekannt geworden ist der Geschichtswissenschaftler vor allem für seine Begriffsgeschichte und seine Beiträge zu einer Theorie historischer Zeiten. Kaum bekannt dagegen ist die Bedeutung der Bilder und Bildlichkeit für sein Nachdenken über Geschichte. Die Universität Bielefeld, das Zentrum für interdisziplinäre Forschung und der Bielefelder Kunstverein widmen dieser Auseinandersetzung mit dem Bild erstmals eine gemeinsame Ausstellung an drei Orten. Sie präsentiert eine Vielzahl an Objektgattungen wie eigene Fotografien, Karikaturen und Zeichnungen, die im Dialog mit Kosellecks historischer Forschung standen. Ebenso werden »Fremdmaterialien« aus dem Archiv des Historikers zu sehen sein. So macht die Ausstellung visuell erfahrbar, was Reinhart Koselleck über viele Jahrzehnte hinweg beschäftigte: die bildliche Dimension der Geschichte und ihrer Erforschung.
Eine Ausstellung der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) und dem Bielefelder Kunstverein

Ankündigung - Änderung vorbehalten.

DATUM / ZEIT

21.04.2018 bis 08.07.2018

ORT

Bielefelder Kunstverein e.V.
Welle 61
33602 Bielefeld

VERANSTALTER

Bielefelder Kunstverein im Waldhof
Welle 61
33602 Bielefeld


kontakt@bielefelder-kunstverein.de